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"Kinder und Alkohol in der Familie: Gesundheitsförderung und Schadensbegrenzung" (ChAPAPs)

Die Kompetenzplattform Suchtforschung (KOPF-S), KFH NW, führt seit August 2007 das EU-Projekt "Kinder und Alkohol in der Familie: Gesundheitsförderung und Schadensbegrenzung" (ChAPAPs) durch. Neben Deutschland sind an dem Projekt Organisationen aus Großbritannien, Österreich, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Ungarn, Italien, Litauen, Norwegen, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Zypern beteiligt. Das Projekt wird auf internationaler Ebene von der KOPF-S geleitet und koordiniert.

In diesem Projekt soll der psychische und physiologische Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen aus alkoholbelasteten Familien in mehreren EU-Staaten umfassend erhoben werden. Verschiedene Studien weisen bereits darauf hin, dass Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien mehrfach unter psychischen Störungen wie z.B. Depressionen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen leiden, häufiger Opfer von Misshandlungen (physisch, psychisch und sexuell) werden sowie die Tendenz aufweisen, selbst eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln. Zusätzlich sollen die gesundheitsökonomischen Konsequenzen des elterlichen Alkoholkonsums europaweit untersucht werden.

Gleichzeitig ist es Ziel und Aufgabe von ChAPAPs, negative Konsequenzen für Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien, die durch den elterlichen Alkoholmissbrauch verursacht wurden, zu vermeiden bzw. zu vermindern. Um dieses Ziel zu erreichen, wird innerhalb dieses Projektes ein Manual entwickelt, welches Handlungsempfehlungen und Beispiele guter Praxis aus der Arbeit mit Kindern aus alkoholbelasteten Familien enthält. Dieses soll vor allem Fachkräfte aus unterschiedlichen EU-Ländern erreichen, die bisher wenige Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt haben. Für diese Personen sollen ebenso spezielle Trainings durchgeführt werden. Diese Trainings sollen die Kompetenzen und Fähigkeiten der Fachkräfte weiterentwickeln, damit sie in Zukunft in ihrer täglichen Arbeit mit betroffenen Kindern den Ansprüchen der Kinder besser gerecht werden und sie bedarfsorientierter unterstützen können. Zuletzt sollen in ChAPAPs auch Empfehlungen für politische Strategien generiert werden, um betroffene Kinder und Jugendliche auch auf einer höheren Ebene Unterstützung zukommen zu lassen. Grundidee dieser praxisorientierten Vorhaben ist der Gedanke, dass diejenigen Länder, die bisher wenig Expertise auf dem Gebiet "Kinder aus alkoholbelasteten Familien" haben, vom teilweise umfangreichen Wissen anderer Länder profitieren können und sollen.

Das Projekt ChAPAPs läuft 36 Monate bis 31. Juli 2010 und wird von der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission (DG SANCO) im Bereich öffentliche Gesundheit finanziell unterstützt.

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Klein, E-Mail: mikle@kfhnw.de

Projektkoordination: Axel Budde, M.Sc. Psychology, E-Mail: a.budde@kfhnw.de

Projektmitarbeit: Diana Moesgen, M.Sc. Psychology, E-Mail: d.moesgen@kfhnw.de

Beteiligte europäische Partner:

Belgien – Peer van der Kreeft (De Sleutel)

Dänemark - Else Christensen (Danish National Institute for Social Research)

Deutschland - Markus Lüngen, Gabriele Klever-Deichert (Universität zu Köln, Institut für Gesundheitsokönomie und Klinische Epidemiologie)

Deutschland - Wolfgang Scheiblich, Brigitte Münzel (Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Köln)

Großbritannien - Richard Velleman, Lorna Templeton (Mental Health Research and Development Unit, University of Bath and Avon & Wiltshire Mental Health Partnership NHS Trust)

Grossbritannien - Judith Harwin, Nicola Madge (Brunel University)

Estland – Piret Visnapuu (Tallinn Kinderkrankenhaus)

Finnland - Teuvo Peltoniemi, Antti Järventaus, Minna Ilva (A-Klinikka Stiftung)

Italien - Umberto Nizzoli (Azienda Unità Sanitaria Locale di Reggio Emilia)

Litauen - Nijole Liobikiene, Violeta Ivanauskiene (Vytautas Magnus University)

Norwegen - Kalle Gjesvik (Tromsö University College)

Österreich - Christoph Lagemann (Institut Suchtprävention, Pro Mente Oberösterreich)

Österreich - Alfred Uhl (Ludwig-Boltzmann-Institut für Suchtforschung am Anton-Proksch-Institut)

Polen - Maria Zaluska (Institut für Psychiatrie und Neurologie, Psychiatrische Klinik Warschau)

Portugal - Alexandra Almeida, Rosario Lameiras (Ministério da Saúde, Centro Regional de Alcoologia do Centro)

Slowenien - Marko Kolsek, Polona Selic, Mojca Miholic (Universität von Ljubljana, Medizinische Fakultät, Fachbereich Familienmedizin)

Spanien - Rosa Diaz, Toni Gual, Fina Castro, Javier Goti (Fundacio Clinic per a la Recerca Biomedica)

Ungarn - Jozsef Racz (Blue Point Drug Counselling and Outpatient Centre)

Tschechische Republik - Ladislav Csemy (Psychiatrisches Zentrum Prag)

Zypern - Georgia Nirou, George Boyiadjis, Kyraikos Veresies (KENTHEA)

 

Letzte Aktualisierung von Diana Moesgen am 14.08.2007.

 
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