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Hintergrund"Die negativen Auswirkungen des übermäßigen Trinkens auf die nicht trinkenden Familienmitglieder und insbesondere auf die Kinder bleiben besorgniserregend und müssen als vorrangiges Problem der öffentlichen Gesundheit gelten." (Klingemann, 2001, S. 6). ENCARE kann zum Teil als Reaktion auf den WHO European Alcohol Action Plan 2000-2005 (WHO Europäischer Alkoholaktionsplan) verstanden werden, der besagt, dass eines seiner Hauptziele… „[…] die Reduzierung der Bandbreite und Tiefe alkoholbezogener Schäden wie Todesfälle, Unfälle, Gewalt, Kindesmisshandlung und -vernachlässigung sowie Familienkrisen ist […]." [WHO, 2000, S. V, eigene Übersetzung]. "Mit dem derzeitigen Wissensstand lässt sich das Ausmaß des Leidens und der Schäden, die die engste Familie von schweren Trinkern zu erdulden hat, zwar nur schwer genau bestimmen, wahrscheinlich aber sind sie beträchtlich und zumindest ebenso umfassend, wenngleich anders gelagert, als die entsprechenden Probleme des Trinkenden selbst. Kinder sind am schwersten betroffen, da sie nur wenig tun können, um sich vor den direkten oder indirekten Folgen des elterlichen Trinkens zu schützen.“ (Klingemann, 2001, S. 5) Der Europäische Alkoholaktionsplan der WHO formuliert Ergebnisse und effektive Maßnahmen, die sich auf die Erhöhung des öffentlichen Bewusstseins für Alkoholmissbrauch und dessen potentielle negative Konsequenzen für Familien beziehen, darunter:
Diese Ziele sollten bis zum Jahr 2005 in allen Ländern der Europäischen Region der WHO umgesetzt worden sein. Um die spezifischen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen stärker zu betonen, hat die WHO dem Europäischen Alkoholaktionsplan die Erklärung über Jugend und Alkohol, 2001 zur Seite gestellt. Diese Erklärung bekräftigt die fünf Prinzipien der Europäischen Charta Alkohol, 1995, unter anderem das Recht aller Bürger auf ein vor Unfällen, Gewalttätigkeiten und anderen negativen Folgen des Alkoholkonsums geschütztes Familienleben sowie das Recht von Kindern und Jugendlichen in einer Umwelt aufzuwachsen, in der sie vor den negativen Folgen des Alkoholkonsums soweit wie möglich geschützt werden. Darüber hinaus zielt die Erklärung darauf ab, den Schaden für Kinder und Jugendliche zu mindern, der ihnen direkt oder indirekt durch Alkohol zugefügt wird. ENCARE kann auch im Kontext der Ottawa Charta für Gesundheitsförderung betrachtet werden, mit ihrem allumfassenden Ziel, das Leben der Kinder (und Familien) zu verbessern, die von elterlichen Alkoholproblemen betroffen sind. Letzte Aktualisierung von Danielle Reuber am
02.07.2007.
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